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Präventiv aktiv - Wir sind dabei! Prävention in Sportvereinen

 

Hintergrundinformationen, Kooperationspartner und Workshopangebote

Jugendliche trinken in Deutschland im Durchschnitt mit knapp 14 Jahren zum ersten Mal Alkohol. Im Alter von 12 bis 15 Jahren konsumieren 27% mindestens einmal im Monat alkoholhaltige Getränke. Den ersten Rausch erleben sie durchschnittlich zwischen dem 15. und dem 16. Lebensjahr. 8,5% der Mädchen und 15% der Jungen im Alter von 16- 17 Jahren konsumieren eine riskante Alkoholmenge und betreiben Rauschtrinken („binge-drinking“). Jeder sechste bis siebte Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren raucht Tabak. Das sind ca. 800.000 Kinder und Jugendliche (BZgA 2010, DHS).

Dies sind beunruhigende Zahlen, die hervorheben, wie wichtig Alkohol- und Drogenprävention ist. Die Fachstelle für Suchtprävention Gießen erreicht jährlich bis zu 3000 Kinder und Jugendliche in Stadt und Landkreis Gießen mit suchtpräventiven Workshops und Veranstaltungen - hauptsächlich im schulischen Kontext. Aber auch außerhalb der Schule können und sollen Kinder und Jugendliche für suchtpräventive Projekte gewonnen werden.

Leider ließen sich bisher lediglich wenige Veranstaltungen innerhalb der Sportvereine realisieren. Dies ist uns jedoch ein besonderes Anliegen.

In Kooperation mit der kommunalen Jugendpflege der Kommunen Biebertal, Heuchelheim, Buseck, Lollar und Lich, der Kinder- und Jugendbüros Linden und Wettenberg und dem Landkreis Gießen ist das Projekt „Präventiv aktiv - Wir sind dabei!“ ins Leben gerufen worden. Es handelt sich dabei um drei  Veranstaltungen, organisiert und durchgeführt von der Fachstelle für Suchtprävention Gießen, zu den Themen „Alkohol- und Drogenprävention“ und „Medienkompetenz“.

Workhop 1: Alkohol- und Drogenprävention

(Für Kinder im Alter von 12-16 Jahre)

Dauer: Ca. 4 Stunden

In diesem Workshop wird das Thema „Sucht“ ganz genau unter die Lupe genommen. Wir besprechen zusammen, was es bedeutet süchtig zu sein, von welchen Stoffen man abhängig werden kann und woran das liegt. Gemeinsam möchten wir darüber sprechen, aus welchen Gründen manche Menschen legale und illegale Drogen nehmen und was die Folgen des Konsums sein können. Die Kinder- und Jugendlichen lernen in diesem Workshop den „Suchtverlauf“ kennen und können in der Gruppe die Beispielfälle den richtigen „Stationen“ zuordnen. Wenn das Interesse besteht, bringen wir auch gerne eine „Promillebrille“ mit, die den Augen einen Alkoholkonsum von ca. 2 Promille vortäuscht und berechnen gemeinsam, wieviel Frauen und Männer konsumiert haben, um diesen Promillewert zu erreichen. Abschließend besprechen wir mit den jungen Vereinsmitgliedern, wo man Informationen und Hilfe zu diesem Thema finden kann.  

Workshop 2: Medienkompetenz

(Für Kinder und Jugendliche im Alter von 8-16 Jahre)

Dauer: Ca. 4 Stunden

Nach einem gemeinsamen Austausch, welche Apps wir nutzen, auf welchen Seiten wir regelmäßig surfen und welche soziale Netzwerke wir täglich besuchen werden wir uns mit dem Thema Internetnutzung und Internetsicherheit genauer auseinandersetzen. Zwar bietet die virtuelle Welt viele Vorteile, jedoch muss ich auch einige Regeln beachten. Welche Fotos darf ich herunterladen? Darf ich ein Selfie von mir und meiner besten Freundin einfach hochladen? Kann ich als Profilbild meinen Lieblingsfußballer auswählen? Wieso ist es wichtig, ein gutes Passwort zu haben und ist mein Passwort überhaupt sicher?  Wie erkenne ich Abzocker Homepages und was sollte ich besser nicht öffentlich posten? Solche und viele weitere Fragen werden im Rahmen dieses Workshops auf spielerische Weise geklärt.

 

 

Workshop 3: Schulung für Übungsleiter

Dauer: Ca. 2 Stunden

Neben den Workshops, die sich direkt an die Zielgruppe Kinder und Jugendliche richten, bieten wir zusätzlich eine Schulung für Übungsleiter an. Wir möchten diese innerhalb der Schulung für das Thema Alkohol und andere Suchtmittel sensibilisieren und Handlungshilfen reichen.

Hat ein Verein an diesen drei Workshops teilgenommen und ist durch die Fachstelle Suchtprävention eine angemessene Anzahl von Kindern und Jugendlichen erreicht worden, erhält der Verein das Qualitätssiegel „Präventiv aktiv - Wir sind dabei!“. Dieses wird im Rahmen einer Presseveranstaltung von der Fachstelle Suchtprävention an den Verein überreicht.

 

Wahlmodul 4 a: Essstörungen

Dauer 3 Stunden

In diesem Modul setzen wir uns mit unserem Körper und unserem Essverhalten auseinander. Wir schauen uns gemeinsam mit Hilfe von Fallbeispielen an, wie Essstörungen entstehen können und gehen den unterschiedlichen Schönheitsidealen der letzten Jahrzehnte auf den Grund. Mithilfe eines Körperpuzzles finden wir heraus, wie wir selbst unseren Körper wahrnehmen und wie unser persönlicher Traumkörper aussehen würde.

Wahlmodul 4 b: Doping

Gemeinsam werden wir in diesem Modul das Thema Sport und Doping besprechen. Welche legalen und illegalen Substanzen gibt es und was bewirken sie, welche Risiken können auftreten und warum dopen manche Sportler überhaupt? In kleinen Gruppenarbeiten erstellen wir Steckbriefe zu den verschiedenen Substanzen mithilfe von Informationsmaterial der Nationalen Anti-Doping Agentur (nada). Auch möchten wir uns in diesem Workshop mit Körperidealen und unserem eigenen Trainings- und Essverhalten auseinandersetzen.

 

Kontakt: Bei Interesse an dem Projekt wenden Sie sich an die Fachstelle Suchtprävention

Lisa Jung und Friedrike Bonke

Schanzenstr. 16

35390 Gießen

Tel.: 0641-78027

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

on 10 Februar 2016

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