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Weit über 100 Kooperationen im Landkreis Gießen und im Vogelsbergkreis

GIESSEN - (am). Wer von Kinder- und Jugendsport in unseren Gefilden spricht, der denkt dabei vor allem an die vielfältigen Angebote in den Turn- und Sportvereinen. Das ist aber nicht alles. Viele Aktivitäten für die sportliche Betätigung unseres Nachwuchses finden auch in den Schulen hierzulande statt - sowohl im regulären Lehrplan als auch ganz unabhängig von den Schulsport-Stunden durch die hauptamtlichen Lehrkräfte. So listet das Staatliche Schulamt für den Landkreis Gießen und den Vogelsbergkreis derzeit 117 Sportangebote in 29 Sportarten neben dem regulären Schulsport in seinem Bereich auf. Ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Manche Schulen haben die entsprechende Anfrage des Schulamts nicht beantwortet, manche sportliche Aktivitäten laufen einfach so auf privater Ebene - ohne große Kenntnis der amtlichen Stellen, aber zum Nutzen der Mädchen und Jungen vor Ort. Auf Privatinitiative fußt beispielsweise das Tischtennis-Projekt der Wilhelm-Leuschner-Schule Heuchelheim mit den dortigen Turn- und Sportfreunden, gefördert durch die ortsansässige Firma Rinn.

Die meisten dieser Angebote resultieren aus Kooperationen mit Sportvereinen in den Dörfern und Städten. Alleine 48 Aktivitäten (33 davon im Sportkreis Gießen) finden im Rahmen des landesweiten Projekts "Schule und Verein" statt. Aber bei den 117 Sportangeboten sind immerhin 21 Schulen ohne Zusammenarbeit mit einem Verein zusätzlich sportlich aktiv.

Besonders rührig in Mittelhessen - was anhand der Tradition und der Schwerpunktsetzung nicht verwundert - sind die Basketballer. Allein elf Kooperationen mit deutlichem Schwerpunkt in Gießen führt das Schulamt auf. Dagegen teilt sich unser Volkssport Nummer eins Fußball mit jeweils neun Kooperationen "nur" den zweiten Rang mit Tennis und Tischtennis. Auf sieben (!) gemeinsame Projekte bringt es immerhin noch die Sportart Golf.

Wer dem gegenüber stellt, dass die oft als "Grundsportarten" bezeichneten Disziplinen Leichtathletik (3 Kooperationen), Turnen (2) und Schwimmen (1) deutlich unterrepräsentiert sind, darf sich nicht über die zunehmende Spezialisierung im Sportangebot für Kinder und Jugendliche beschweren. Hier dürfte das (meist höhere) Alter der Übungsleiter eine (negative) Rolle spielen. Andererseits tauchen auch "Exoten" wie Capoeira, Einrad, Hip-Hop, Klettern, Life-Kinetik, Rugby, Segelfliegen, Trampolin und Trial in der Auflistung auf.

Dass vonseiten der beteiligten Schulen die großen Gießener Lehranstalten Ricarda-Huch-, Herder- und Ost-Schule besonders aktiv sind (neben der Vogelsbergschule Schotten), verwundert angesichts ihrer Schülerzahlen kaum.

Einerseits bleibt nun abzuwarten, wie sich die Entwicklung angesichts der zunehmenden Etablierung der Ganztagsschulen auch in Mittelhessen verändert. Daneben werden sich die derzeit noch unterrepräsentierten Sportarten mit ihren Vereinen sowie den Kreis- und Landes-Organisationen sicherlich Gedanken machen (müssen), wie sie besser und effektiver Nachwuchsförderung in und mit den Schulen betreiben können. Sonst haben sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Die in den Statistiken des Staatlichen Schulamts und des Sportkreises Gießen schwarz auf weiß nachzulesen sind.

Basketball nimmt bei der Zusammenarbeit heimischer Schulen mit Sportvereinen einen großen Stellenwert ein. Foto: Schepp

 

Giessener Anzeiger, 2015-04-11 von Albert Mehl

 

on 28 April 2015

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