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Flüchtlingsarbeit weiterhin kein Rechtsrisiko für Sportvereine

Sportvereine können auch weiterhin beitragsfreie Sportangebote für Geflüchtete
vorhalten, ohne damit Verstöße gegen den Vereinszweck zu riskieren, steuerliche
Nachteile befürchten zu müssen oder gar ihre Gemeinnützigkeit zu verlieren.
Das Bundesfinanzministerium hat diese die im September 2015 beschlossene
und zunächst bis Ende 2016 befristete Erleichterungsregelungen jetzt um zwei
Jahre verlängert.
Der Landessportbund Hessen e.V. hat die Entscheidung des Ministeriums mit Erleichterung zur Kenntnis genommen.

„Das, was unsere Sportvereine in Sachen
Integration leisten, ist nicht nur vorbildlich, es ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar.
Die jetzt vom Bundesfinanzministerium verfügte Verlängerung der
Regelungen gibt unseren Vereinen die nötige Sicherheit, um ihre erfolgreiche
Arbeit mit Geflüchteten fortzusetzen“, so Rolf Hocke, Vizepräsident Vereinsmanagement
des Landessportbundes Hessen (lsb h).
Die Regelung besagt im Kern, dass Vereine ihre Satzungen nicht ändern müssen,
um Flüchtlinge auch ohne Vereinsmitgliedschaft bzw. beitragsfrei an den
Sportangeboten der Vereine teilnehmen zu lassen. Zudem gelten die Kosten und
Aufwendungen, die durch Sportangebote für Flüchtlinge entstehen, weiterhin
als Bestandteil des Zweckbetriebs des Vereins. Letztlich dürfen auch allgemeine
Spendeneinnahmen für den Sport mit Flüchtlingen verwendet sowie Spenden für
Sportangebote für Flüchtlinge gesammelt werden.
„Viele der Menschen, die in der letzten Zeit zu uns kamen, sind vor für uns
unvorstellbaren Situationen geflüchtet. Sie haben ihren Kulturkreis und oft auch
ihre Familien und Freunde verlassen müssen. Wir wollen den Flüchtlingen über
den Sport eine Perspektive geben. Die Integration in eine fremde Kultur wird
durch und mit dem Sport deutlich leichter, denn Sport spricht alle Sprachen“, so
Rolf Hocke. Der Landessportbund selbst, darauf wies Hocke hin, hat im vergangenen
Jahr die hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Rotenburg,
Gießen und Büdingen mit 20.000 Euro zur Anschaffung von Sportgeräten
unterstützt. Zudem wird der Landessportbund Hessen e.V. für die Anschaffung
von Sportgeräten in weiteren Einrichtungen in Kürze 15.000 Euro zur Verfügung stellen.
Weitere Details zur steuerlichen Behandlung der Vereinsarbeit für und mit
Flüchtlingen hat der Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung des
Landessportbundes Hessen e.V. auf der Homepage www.lsbh-vereinsberater.
de veröffentlicht. Allgemeine Tipps und Hinweise zum Thema finden Interessierte
unter www.landessportbund-hessen.de in der Rubrik „Sport und Flüchtlinge“.
Die oben angeführten Erleichterungsregeln hatte das Bundesfinanzministerium
im September 2015 veröffentlicht, nachdem Zweifel an der Vereinbarkeit
von Sportangeboten für Flüchtlinge mit den satzungsgemäßen Zielen einer
großen Zahl von Sportvereinen aufgekommen waren. Auch über die Verwendung
von Spenden sowie die beitragsfreie Teilnahme an Sportangeboten durch
Flüchtlinge hatte es zunächst Irritationen gegeben. Diese wurden mit der Anordnung
des Ministeriums, die jetzt bis Ende 2018 weiter gilt, ausgeräumt.

on 06 Februar 2017

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