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Ohne Diät gehts auch!

Kaum eine Life Style- und Frauen-Zeitschrift traut sich im Frühjahr ohne Werbung für
eine Diät auf den Markt zu kommen. Müssen die Redaktionen doch fürchten, dass ihr
Blatt im Regal liegen bleibt, wenn nur die Konkurrenz das Nachfrageverhalten der
Verbraucher bedient. „Abnehmen“ ist das Zauberwort, das speziell nach den Feiertagen
die Runde macht, wobei übersehen wird, dass die meisten Menschen nicht zwischen
Weihnachten und Neujahr zunehmen, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten!
Mit „blitzschnell“, „ultimativ“ oder „supereinfach“ werden Esspläne auf Zeit betitelt,
mit denen die Pfunde nur so purzeln sollen, ohne dass es mit Anstrengung verbunden
sein soll. Wenn tatsächlich jemand mit Erfolg „diätet“ hat, steht er allerdings
hinterher allein da: Das Problem ist nicht unbedingt das Abnehmen an sich, sondern
das Stabilisieren des neuen Gewichts. Und da hilft kein Diät-Plan weiter, denn eine
Diät ist eine zeitlich begrenzte Ausnahmesituation und nichts mehr sehnt ein Diät-
Haltender herbei, als die Zeit nach der Diät, in der man dann wieder „normal“ essen
kann, was den kurzfristigen Erfolg natürlich wieder schnell zunichtemacht. Was also
tun? Die meisten Menschen mit Gewichtsproblemen führen sich durchschnittlich 250-
300 Kalorien pro Tag zu viel zu. Es handelt sich dabei oft um Energie in Form von (süßen)
Zwischenmahlzeiten, die unbewusst „nebenbei“ gegessen werden. Mit Hunger
hat das nichts zu tun, Faktoren wie „Frust“, „Stress“ und „Belohnung“ spielen die
Entscheidende Rolle. Werden Sie aktiv und probieren Sie unsere Tipps aus, sie können
Ihnen den Weg zu einem Leben ohne Diät erleichtern!

  •  Machen Sie sich bewusst, dass gesundes Abnehmen langsam von statten geht.
    1,5-2 Kilo im Monat sind ein realistisches Ziel.
  • Nachhaltig wird die Gewichtsreduktion dann, wenn Sie „neu essen lernen“.
  • kFühren Sie eine Woche lang ein Tagebuch, in das Sie schreiben, was Sie wann
    und in welcher Menge essen und trinken und wann Sie Sport treiben.

Die Übersicht hilft Ihnen, Ihr Verhalten und Handeln zu optimieren.

  •  Regelmäßige Mahlzeiten erleichtern es Ihnen, Ihr Ziel zu erreichen.
  •  Frühstücken Sie und sei es auch nur eine kleine Menge! Wer morgens frühstückt,
    isst im Laufe des Tages weniger als jemand, der dies nicht beherzigt.
  • Wenn Sie essen, dann essen Sie! Konzentrieren Sie sich auf Ihre Mahlzeit und
    genießen Sie diese in Ruhe. Fürs Lesen, Fernsehen, Arbeiten usw. bleibt genug
    Zeit außerhalb der Tischzeit. Wenn Sie „nebenbei“ essen, nehmen Sie
    unweigerlich ein Mehr an Energie auf, weil Sie die Sättigungssignale Ihres
    Körpers nicht wahrnehmen.
  •  Wenn Sie das erste Zeichen einer Sättigung verspüren, beenden Sie die Mahlzeit,
    auch wenn der Teller noch nicht leer ist oder es so gut schmeckt. Das
    verhindert das Zunehmen und zudem fühlen Sie sich nach dem Essen leistungsfähiger.
  • Die Deutschen stecken Millionen von Euro in Diäten. Investieren Sie besser in
    frische, qualitativ hochwertige Lebensmittel.
  • Salate, Suppen, Gemüsegerichte und Obst bieten viel Volumen bei niedrigem
    Energiegehalt und machen satt! Am besten 3 Portionen Gemüse (1 Portion =
    100g rohes oder 150-200g gekochtes Gemüse, 100g Mischsalat) und 2 Portionen
    Obst am Tag (1 Portion = 1 Handvoll = z.B. 1 Apfel, 1 Banane, 4 Zwetschgen
    oder ein Schälchen Beeren).
  • Neben Ballaststoffen (u.a. in Vollkorngetreide) sättigt Eiweiß gut. Enthalten
    in Hülsenfrüchten (Linsen, Erbsen, Bohnen, Kichererbsen), Sojaprodukten,
    fettarmen Milch- und Fleischprodukten und Fisch.
  • Öfter mal eine kleine Menge Nüsse (10-15g) übers Müsli oder an den Salat geben.
    Sie sättigen gut und führen lebensnotwendige, wertvolle Öle zu.
  • Trinken Sie mind. 2 Liter am Tag, bevorzugen Sie kalorienfreie Getränke wie
    Wasser und ungesüßte Tees. Pro halben Liter Wasser werden 25 Kalorien verbraucht,
    bei 2 Litern sind das ca. 100 Kalorien! Säfte oder Softdrinks auf max.
    ein Glas (0,2l) am Tag beschränken.
  • Süßes gehört dazu: Gönnen Sie sich Süßigkeiten ab und an nach einer Mahlzeit.
    Essen Sie keinesfalls Süßigkeiten, wenn der Magen knurrt. So können Sie
    Ihren Körper langfristig dazu bringen, sich bei Heißhunger mit Salat, Suppe
    oder Nudeln zufrieden zu geben.
  • Wenn der kleine Hunger zwischendurch doch auftritt, trinken Sie eine Tasse
    Brühe. Die hilft oft darüber hinweg.

 

Ein unschlagbares „Medikament“ unterstützt Sie auf Ihrem Weg: Die regelmäßige
Aktivierung Ihrer Muskeln! Immer öfter sollte es heißen: Runter vom Sofa
und raus in die Natur oder rein in den Sportverein! Das sollte Ihre neue Devise werden

on 18 Oktober 2017

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