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Neujahrsempfang des Sportkreises im DAV Kletterzentrum

Andere einmal im Mittelpunkt!

»Wir beabsichtigen, Sportarten zur Geltung kommen zu lassen, die nicht so sehr im Brennpunkt der Öffentlichkeit stehen.« So hatte es in der Einladung zum Neujahrsempfang 2017 des Sportkreises Gießen geheißen, und so war die neue Kletterhalle des Deutschen Alpenvereins (DAV) der Sektion Gießen-Oberhessen ein mit Bedacht gewählter Veranstaltungsort, an dem Sportkreisvorsitzender Prof. Heinz Zielinski am Sonntagmorgen dieses 5. Februars zahlreiche Vertreter des heimischen Sports begrüßen durfte. So war es auch dem DAV-Vorsitzenden Gunnar Peter Theiß ein Anliegen, der versammelten Schar von ehrenamtlichen Sportfunktionären den über drei Millionen teuren Bau mitsamt seinen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten vorzustellen. Das ist ihm auch eindrucksvoll gelungen, nicht minder interessant, fast schon atemberaubend, wie später zwei DAV-Mitglieder ihr Kletterkönnen demonstrierten und sich bis an die Decke der immerhin 16 Meter hohen Halle hoch hangelten.
Apropos Sportarten, die nicht so sehr im Brennpunkt der Öffentlichkeit stehen. Auch Dora Szöke von der TSG Blau-Gold bekam eine Plattform, um ihre Sportart Poledance mit einer imposanten Darbietung vorzustellen. Die jeden Tag trainierende Deutsch-Ungarin ist eine von 14 Trainerinnen bei der TSG, hat die Poledance-Abteilung mit aufgebaut und freut sich über inzwischen 400 Mitglieder.
Da durfte auch eine kleine von Prof. Heinz Zielinski moderierte Talkrunde mit Vertretern aus sogenannten Randsportarten nicht fehlen. Issam Ammour, ein 23-jähriger Ex-Leichtathlet, der inzwischen recht erfolgreich als Bob-Anschieber unterwegs ist und darauf hofft, noch für die Olympischen Winterspiele 2018 ein Ticket zu bekommen. Einst hatte er auch unter Ernst Niessner trainiert, dem Neu-Achtziger, dem Prof. Heinz Zielinski noch einmal mit warmen Worten für die 30-jährige Mitarbeit im Sportkreisvorstand dankte. Auch Andreas Tempelfeld vom Schützenverein Laubach informierte beim Neujahrsempfang über eine erfolgreiche Entwicklung: 40 neue Mitglieder, viele Jugendliche im Training, und nun hat sich der SV Laubach darangemacht, einen offenen Schießstand für seine Sommerbiathleten zu bauen. Eine neben der in Willingen dann wegweisende Anlage in Hessen, um besonders das gesteigerte Trainingsinteresse im Schützenverein befriedigen zu können. David Perez vom Skateboardverein Gießen freute sich darauf, dass seine Sportart 2020 olympisch wird, allerdings stecken die Verbandsanstrengungen hierzulande noch in den Kinderschuhen, wobei Gießen schon ein kleiner Hotspot darstellt. Immerhin 90 Mitglieder trainieren in der Skateboard-Halle am Heegstrauchweg, und doch hoffen die Skater, dass es auch outdoor bald wieder bessere Trainingsmöglichkeiten geben wird. Dagegen ist Theiß zurecht stolz auf das schmucke Kletterzentrum in der Rödgener Straße. Ebenso erfreulich auch die Tatsache, dass jedes dritte Mitglied jünger als 18 Jahre als ist. Will heißen, die Jugendarbeit nimmt im DAV einen hohen Stellenwert ein. Und auch die Inklusion sei seit Oktober ein fester Bestandteil, zweimal die Woche wird ein sogenanntes Flüchtlingsklettern angeboten.
Geld gab es auch. Zum Beispiel 9000 Euro als Zuschuss für die Sportkreis-Geschäftsstelle, den Scheck überreichte Dr. Christiane Schmahl für den Landkreis Gießen. Bewilligungsbescheide  wurden ebenso weitergereicht, insgesamt waren es 14 471,46 Euro, mit denen zwölf Vereine aus dem Sportkreis Gießen unterstützt werden.
Gespannt waren die Besucher in der vollbesetzten Cafeteria des Kletterzentrums, wer die Zukunftspreise wird einheimsen können. Bei den Vereinen mit unter 300 Mitgliedern sicherte sich der Badmintonverein Hungen Platz eins, verbunden mit 400 Euro Preisgeld. Im BV ist jedes dritte Mitglied noch jugendlich, und die Inklusion wird dadurch gelebt, dass zwei taubstumme Flüchtlingskinder in den festen Trainingsalltag eingebunden sind. Die RV 1904/27 Gießen-Kleinlinden, die mit ihren Schwerpunkten Breitensport und soziales Engagement punktete, erhielt 300 Euro für Platz zwei. Rang drei und 200 Euro sicherte sich hier der Hungener Tanzclub.
Bei den Vereinen mit über 300 Mitgliedern wurden die TSF Heuchelheim und der TV Watzenborn-Steinberg gemeinsam aufgerufen, um jeweils 200 Euro für Platz drei entgegenzunehmen. Beim TV Ruttershausen haben die Jugendleiterinnen ein Selbstmanagement entwickelt und erhielten für Platz zwei 300 Euro. Der TV Lich mit neun Sparten hat neben dem Leistungssport auch Angebote vom Baby- (Baby in Bewegung) bis zum Seniorenalter (Tanzen) und durfte sich über 400 Euro bzw. Platz eins freuen.
»Ein Danke an alle Ehrenamtlichen«, Prof. Heinz Zielinski weiß, auf wessen Schultern die Hauptarbeit im Sportkreis Gießen lastet. Mehrfach äußerte Prof. Zielinski den Wunsch, dass sich die heimischen Vereine mit ihren interessanten Angeboten beim Landessportbund für den »Heinz-Lindner-Preis« für Inklusion im Sport bewerben. Hier hatte schon der TSV Klein-Linden den heimischen Sportkreis außerordentlich erfolgreich vertreten.
LSB-Vorsitzender Dr. Rolf Müller verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass 2017 »friedlicher und menschlicher« werde als das Vorjahr. Gießens Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz dankte für die Jugendarbeit in den Vereinen und stellte klar: »Wenn Kinder zum Sport gebracht werden, dann wirkt das ein Leben lang.« 
 Ronny Th. Herteux

Gießener Allgemeine Zeitung




 

on 14 Februar 2017

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